Die Diplom-Volkswirtin und Kulturmanagerin Lale Konuk verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Aufbau, Betrieb und in der kaufmännischen Steuerung von Kulturprojekten und -orten. Ihre Arbeit verbindet fundierte Kenntnisse in Wirtschaftsplanung, Controlling sowie in der Akquise und Abrechnung öffentlicher Fördermittel mit langjähriger Praxis in der Zusammenarbeit mit Akteur*innen der Freien Szene, Kulturinstitutionen und kommunalen Verwaltungen. Sie ist insbesondere in Köln – mit einem Schwerpunkt in Köln-Mülheim – sowie in der freien Kulturszene Nordrhein-Westfalens eng vernetzt und bringt umfassende Erfahrung in Aufbauprozessen, kooperativen Arbeitsstrukturen und projektbezogenen Leitungsmodellen mit.
Seit 2010 ist sie als freiberufliche Projekt- und Kulturmanagerin tätig und entwickelt unter dem Label Cross Culture Cologne interkulturelle Formate an der Schnittstelle von Musik, Film und Performance. Bereits seit 2008 initiiert und betreut sie langfristige kulturelle Reihen und Festivals, die sich durch Kontinuität, gesellschaftliche Relevanz und internationale Perspektiven auszeichnen. Dazu zählen unter anderem die Filmreihe Tüpisch Türkisch (seit 2008), das Musikfestival Frühling der Kulturen (seit 2010), das Filmfestival Visions of Iran (seit 2013), die Konzertreihe Unity in Diversity (seit 2019) sowie das Refugee’s Cinema Project (seit 2018).
Darüber hinaus konzipierte und koordinierte sie 2019 das Weltmusikfestival Global Diffusion Cologne und entwickelt seit 2021 mit dem Mobile Urban Cinema niedrigschwellige Formate für den öffentlichen Raum. Seit 2022 ist sie zudem an der Umsetzung des MitAFRIKA Festivals / Mama Afrikabeteiligt. Im Jahr 2024 war sie maßgeblich an der Gestaltung des BIRLIKTE Kulturfestivals anlässlich des Gedenkens an den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße sowie an der Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“ in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative „Keupstraße ist überall“ beteiligt. Im Herbst 2025 koordinierte sie zudem das erste transkulturelle Theaterfestival des Arkadaş Theaters im Bürgerzentrum Ehrenfeld.
In diesen Projekten verantwortet sie überwiegend die Konzeption, den Aufbau sowie die kaufmännische Leitung – einschließlich Budgetplanung, Controlling, Fördermittelakquise und -abrechnung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, Vertragswesen, Teamkoordination sowie die Entwicklung und Pflege von Kooperationen und Netzwerken.
Von 2006 bis 2010 war sie künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des interkulturellen Theaters „Bühne der Kulturen“ (Arkadaş Theater) in Köln. Dort verantwortete sie neben der künstlerischen Programmgestaltung auch die wirtschaftliche Steuerung, Personalführung, Fördermittelverwaltung und die öffentliche Repräsentation des Hauses und prägte dessen nachhaltiges interkulturelles Profil.
Von 2013 bis 2020 war sie im Veedelsmanagement Ehrenfeld e. V. im Quartiers- und Projektmanagement tätig. Ihr Fokus lag auf der Steuerung von Projekten, der Netzwerkarbeit sowie der Kommunikation mit Stadtverwaltung, Fördermittelgebern und lokalen Initiativen. In dieser Funktion setzte sie sich insbesondere für die Integration von Armutsmigrant*innen aus Südosteuropa sowie für diskriminierungssensible und diversitätsorientierte Ansätze in der Stadtteilarbeit ein.
Von Oktober 2022 bis Juli 2024 arbeitete sie als Netzwerkkoordinatorin bei der Qultor GmbH in Köln. Dort koordinierte sie die Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen, freier Szene und digitalen Systemen, strukturierte Arbeitsabläufe und stärkte die Vernetzung der beteiligten Akteur*innen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Schnittstellenmanagement zwischen freier Szene, Institutionen und Verwaltung sowie in der nachhaltigen Standort- und Profilentwicklung von Kulturorten. Dabei bringt sie umfassende Kompetenzen in Teamführung, Prozessgestaltung, Konfliktmanagement sowie in diversitäts- und diskriminierungssensibler Projektarbeit ein.
Auch auf kulturpolitischer Ebene ist sie aktiv: Sie war Mitglied der AG Depot Köln-Mülheim zur Entwicklung von Nachnutzungskonzepten (2023–2025), geschäftsführende Vorständin des KulturNetzKöln e. V. (2020–2025) sowie Jurymitglied im Programm KreativQuartiere Ruhr (2025–2026). Darüber hinaus war sie an zentralen kulturpolitischen Prozessen beteiligt, insbesondere an der Entwicklung des Kulturentwicklungsplans der Stadt Köln in den Bereichen Diversität und Interkultur.
Ihre akademische Ausbildung absolvierte sie als Diplom-Volkswirtin an der Universität zu Köln und ergänzte diese durch Studien in Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. Eine zusätzliche Qualifizierung im Finanzmanagement (Interkultur Pro / Land NRW) rundet ihr Profil ab.
Fotos: Copyright Stefan Flach; André Eberling; Levent Canseven

